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Orgel der Friedenskirche in Hamborn

Orgelempore






Hier finden Sie Ausschnitte aus Pressekritiken 2010 der Sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche zu Duisburg-Hamborn.

1. Sommerliches Orgelkonzert 2010

Nacht der Chöre am 18. Juni 2011 - Friedenskirche

Kantorei Hamborn - Foto: Martina Will



Prächtiges Programm

Zum Auftakt der diesjährigen Sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche Hamborn - jeden Mittwoch in den Sommerferien - traten die Kantorei unter Tiina Marjatta Henke und der Abteiorganist Peter Bartetzky auf.

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 23.07.2010


"Es ist schon wieder soweit: Auch in diesem Jahr gibt es sechs Sommerliche Orgelkonzerte in der evangelischen Friedenskirche Duisburg-Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien. Zum Auftakt traten jetzt die Kantorei der Friedenskirche unter der Leitung der Kreiskantorin und musikalischen Hausherrin Tiina Marjatta Henke sowie als Organist der katholische Kollege von der Abtei Hamborn, Peter Bartetzky auf. Unter dem Titel „Psalmen und Lobgesänge" gab es ein geschickt ausgewähltes und prächtiges Programm für Chor beziehungsweise Orgel beziehungsweise beides. Das schlug einen Bogen von der Hymne „Alta trinita beata" zum Einzug bis zum kurzen, aber kraftvollen Psalm' 150 „Halleluja! Lobt Gott" für Chor und Orgel von Cesar Franck.

Positive Überraschung: Obwohl die Kantorei zum Konzert nur in einer etwas geschrumpften „Ferienbesetzung" angetreten war, gelangen am besten die voluminösen Stücke wie das klangschöne, unverständlicherweise kaum bekannte „Magnificat" op. 115 für Chor und Orgel von dem „irischen Bruckner" Charles Villiers Stanford (1852 - 1924). Kniffliger erscheinen der an das flotte Neue Geistliche Lied angelehnte Psalm 135 „Lobet den Namen des Herrn" für Chor und Orgel von dem 1336 geborenen, früheren Pforzheimer Kirchenmusiker Rolf Schweizer und vor allem das „Te Deum laudamus" op. 66 für Chor und Orgel von dem 1953 geborenen, Schlüchterner Kirchenmusiker Gunther Martin Göttsche. Gut auch die Idee, zwei Stücke quasi stereophon von den beiden Seiten der Empore singen zu lassen, nämlich den 2001 von dem 1953 geborenen finnischen Komponisten Tapani Länsiö arrangierten „Alten Psalm aus Dalarna" (eine Melodie, die in Finnland und Schweden ein beliebter Tränendrücker ist) und das von einem gewissen Kenneth Brown zeitgemäß für Chor und Orgel bearbeitete „0 Herr, mein Gott, jetzt vor der Nacht" von Thomas Tallis (1505 - 1585) (...)"


2. Sommerliches Orgelkonzert 2010

Udo Witt


Fagott und Orgel, sommerlich leicht

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 30.07.2010

"Das war schon das zweite der diesjährigen Sommerlichen Orgelkonzerte an der evangelischen Friedenskirche Duisburg-Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien. Zu Gast waren Marlene Simmendinger, die 25 Jahre junge und besonders begabte stellvertretende Solofagottistin der Niederrheinischen Sinfoniker Krefeld/Mönchengladbach, und Udo Witt, bis 2001 langjähriger Kreiskantor an der Friedenskirche Hamborn und seitdem Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde (Mönchengladbach-)Rheydt.


Das eingespielte Duo hatte ein überwiegend aus sommerlich leichten und mehr oder weniger arrangierten Werken zusammengestellt. Das begann mit dem "Einzug der Königin von Saba" aus dem dritten Akt des Oratoriums "Salomon" von Georg Friedrich Händel, klangvoll für Orgel bearbeitet von Jean Guillou, und Variationen über das seinerzeit beliebte Volkslied "La Monica" (über eine unfreiwillige Nonne, heute im Evangelischen Gesangbuch als "Von Gott will ich nicht lassen") von dem Darmstädter Hof-Fagottisten Philipp F. Böddeker (1607 - 1683), der ersten Komposition überhaupt für die Besetzung Fagott und Orgel.


Das endete mit der sanft modernen Partita über den Choral "Lobet den Herren, alle, die ihn ehren" von dem 1975 geborenen Matthias Claudius Link und zwei Sätzen aus einer Sonate von Georg Philipp Telemann, beides für Fagott und Orgel. Fagott ist weder ein besonders hohes noch ein besonders lautes Instrument, daher muss sich die Orgel bei seiner Begleitung sehr zurückhalten..... Schön als Zugabe die bekannte "Kantilene" aus einer Orgelsonate von Joseph Gabriel Rheinberger, von Simmendinger/Witt gemeinsam bearbeitet".


4. Sommerliches Orgelkonzert 2010

Friedenskirche Duisburg-Hamborn - Eule Orgel

Foto: Martina Will


Ausnahme-Organistin: Agnes Goerke

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 13.08.2010

"Zum dritten Mal schon gastierte Agnes Goerke in der Reihe der Sommerlichen Orgelkonzerte, jeden Mittwoch in den Sommerferien, an der Friedenskirche Duisburg-Hamborn. Und wie bei den ersten beiden Malen (die RP berichtete) war ihr Auftritt ein Höhepunkt der Reihe. Denn die Ausnahme-Organistin spielte wiederum ebenso klar und diszipliniert wie musikalisch inspiriert – auch dort, wo der Einfallsreichtum des jeweiligen Komponisten mal zu erlahmen drohte. Nicht zuletzt brachte sie die Hamborner Eule-Orgel prachtvoll zum Klingen wie kaum ein anderer Gast in dieser Konzertreihe."

"....Agnes Goerke begann ihre Karriere in Deutschland, zog aber 1999 mit ihrer Familie in die finnische Hauptstadt Helsinki, wo sie inzwischen Kantorin der deutschen und der anglikanischen Gemeinde ist. Ihr ansprechendes Programm für Hamborn zeigte verschiedene Akzente und Verbindungen des Gegensatzpaares "Erhaben und verspielt".

"Das Kaffeewasser kocht"

"Es war symmetrisch angelegt, die Eckpunkte bildeten die monumentale Phantasie und Fuge g-Moll BWV 542 von Johann Sebastian Bach (mit der im Volksmund so genannten "Kaffeewasser-Fuge", weil man auf ihr Thema die Worte "Das Kaffeewasser kocht" singen kann, eigentlich handelt es sich um ein niederländisches Volkslied) und die beliebte "Suite gothique" op. 25 von Léon Boellmann. Danach beziehungsweise davor gab es die ausladende Sonate op. 38 des Schweden Otto Olsson (1879-1964) und die schillernde "Toccata francese" des Österreichers Augustin F. Kropfreiter (1936 - 2003)."


"Ja, und in der Mitte empfahl sich Agnes Goerke endgültig für ein Konzert an der bekanntlich nicht nur gleichfalls von der Bautzener Firma Eule, sondern auch im seltenen englischen Stil erbauten, neuen Orgel der Duisburger Philharmonie Mercatorhalle. Denn hier gab es Nettigkeiten von vier fast vergessenen Kleinmeistern der englischen Romantik. Das hieß dann "Minuet" ("Menuett") von Henri Smart (1813 - 1879), "Scherzo in A Flat" ("Scherzo in As") von Edward C. Bairstow (1874 - 1946), "Will o' the Wisp") ("Irrlicht") von George Balch Nevin (1859 - 1933) und "Festal Song" ("Festliches Lied") von John F. West (1863 - 1929)."









5. Sommerliches Orgelkonzert 2010

Josef Gabriel Rheinberger (1839 - 1901)

Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Meister der Registrierung beim Orgelkonzert

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 20.08.2010

"Das war schon gewagt: Das Konzert hieß "Orgelmusik der deutschen Romantik", und auf dem Programm fand sich mit Gerard Bunk (1888 - 1958) ein Komponist aus den Niederlanden, mit Ludwig Thuille (1861 - 1907) einer aus Südtirol und mit Josef Gabriel Rheinberger (1839 - 1901) einer aus Liechtenstein. Nun ja, Bunk verbrachte sein Berufsleben in Dortmund, als Kantor und Organist der Reinoldikirche, Thuille und sein Lehrer Rheinberger ihres in München. Nur mit Otto Dienel (1839 - 1905), seinerzeit Kantor und Organist an der Berliner Marienkirche, war ein gebürtiger Deutscher vertreten – und selbst der stammte aus Schlesien.

"Fugen-Peppi"

Die Trouvaillen aus der zweiten Reihe der Musikgeschichte wurden bei diesem fünften und schon wieder vorletzten Sommerlichen Orgelkonzert in der Friedenskirche Duisburg-Hamborn präsentiert von Friedrich Storfinger, Organist der Bottroper Liebfrauenkirche, Jahrgang 1951. Er hatte schon im Juli ein erfolgreiches Sommerliches Orgelkonzert in der Ludgerikirche gegeben (die RP berichtete). Den Rahmen bildeten die beiden Kracher "Festliche Stunde" op. 43 und "Heroischer Marsch" op. 46 von Gerard Bunk, die der begabte Komponist im zarten Alter von 24 beziehungsweise 26 Jahren komponierte. Die ausladende Sonate a-Moll op. 2 von Ludwig Thuille endet mit einer "Fuga", in welcher der gleichfalls noch junge Komponist zeigte, was er beim "Fugen-Peppi" gelernt hatte.


Von diesem, nämlich eben Josef Gabriel Rheinberger, gab es in Hamborn mit dem Thema mit Variationen D-Dur aus den "Zwölf Meditationen" op. 167 ein kleines Meisterwerk. Bleibt noch Otto Dienel, dessen "Allegretto scherzando" geistvoll vorbei huschte.

...Friedrich Storfinger erwies sich wieder einmal als ein Meister der Registrierung. Was er klanglich aus der Eule-Orgel der Friedenskirche holte, war immer spannend, auch wenn man das von aufgeführten Werken nicht immer behaupten konnte. Nette Zugabe: Ein zu seiner Zeit schon rührend altmodisches Stückchen von einem gewissen Christoph Möller, der in die USA ausgewandert war. Das Konzert endete nach genau einer Stunde mit dem Glockenschlag...."


6. Sommerliches Orgelkonzert 2010

Tiina Marjatta Henke


Orgelreihe erwies sich als guter Jahrgang

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 28.08.2010

"Das ist jedesmal ein untrügliches Zeichen, dass der Sommer vorbei ist: Mit dem Beitrag der musikalischen Hausherrin. Duisburgs Kreiskantorin Tiina Marjatta Henke, gingen die diesjährigen Sommerlichen Orgelkonzerte an der Eule Orgel der Friedenskirche Duisburg-Hamborn erfolgreich zu Ende. Es war wieder ein gut durchwachsener Jahrgang (die RP berichtete), und am Ende hatten die Damen die Nase vorn. Doch der Reihe nach.


Anspruchsvoll und spannend

Tiina Marjatta Henke
hatte ein in jeder Hinsicht anspruchsvolles, aber eben auch spannendes Programm unter dem Titel: "Bach, Mendelssohn, finnische Komponisten" zusammengestellt. Interessant natürlich vor allem die beiden Tonsetzer aus der Heimat der finnischen Vorfahren der Organistin. Da war zum einen das mystische Meisterwerk "Iuxta crucem" (..Kreuzweg") des bedeutenden, aber leider in Deutschland immer noch kaum bekannten Joonas Kokkonen (1921 - 1996), komponiert 1979 als Auftragswerk zur Einweihung der damals neuen Orgel der Kreuzeskirche in Uhti.... Da waren zum anderen die bescheidenen, aber sehr soliden Variationen "Sen suven suloissuta" über das finnische Lied "Die Schönheit des Sommers" - ursprünglich ein deutscher Choral von Johann Walter - von dem Kantoren-Komponisten Sulo Salonen (1899 - 1976).


Die sechs Sonaten op. 65 von Felix Mendelssohn passen sehr gut auf die Hamborner Eule-Orgel und sind hier relativ oft zu hören, diesmal war es die kurze Nr. 2 c-Moll. Und Johann Sebastian Bach, Zentrum und Gipfelpunkt aller Orgelmusik? Die Organistin bewahrte sich auch hier mit der mächtigen, so genannten Dorischen Toccata und Fuge d-Moll BWV 538 und mit zwei der Leipziger Choräle, nämlich der fast monumentalen Fantasia super "Komm heiliger Geist" BWV 651 und dem ruhigen "Nun danket alle Gott" BWV657.


Tiina Marjatta Henke kennt "ihre" Orgel natürlich sehr gut und weiß immer die Struktur eines Stückes klar zu zeigen.... Auch 2011 wird es wieder sechs Sommerliche Orgelkonzerte an der Friedenskirche Hamborn geben, jeden Mittwoch in den Sommerferien. Man kann jetzt schon gespannt sein".







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