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Klaus Eldert Müller, Dortmund

Kantor an St. Reinoldi in Dortmind - Sommerliche Orgelkonzerte in der Friedenskirche - Foto: Martina Will






Hier finden Sie Ausschnitte aus Pressekritiken 2011 der Sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche zu Duisburg-Hamborn.

Sommerliche Orgelkonzerte 2011

Christian und Daniel Wolf, Köln


Hamborn: Auftakt mit Klarinette und Orgel

Von Ingo Hoddick - Rheinische Post vom 29.07.2011


"Es ist schon wieder so weit: die Sommerferien sind da und damit die seit sechzehn Jahren beliebte Reihe der Sommerlichen Orgelkonzerte in der evangelischen Friedenskirche Hamborn. Den erfreulichen Auftakt machten jetzt die Kölner Brüder Christian und Daniel Wolf, die seit zehn Jahren als Duo auftreten, mit ihrem Programm "Klarinette & Orgel von Barock... bis Klezmer".


Auf dem Programm standen eigene, klangvolle Bearbeitungen, von einer barocken Sonate C-Dur von Jean-Baptiste Loeillet beziehungsweise fünf anonymen englischen Maskentänzen aus dem 16. Jahrhundert bis eben zu Musik der jüdischen Klezmer. Den Übergang brachte die "1ère Gnossienne" von Erik Satie mit ihrer gleichfalls orientalisierenden Melodik.


Der eher raue Klarinetten-Ton von Christian Wolf passte am besten zu den Klezmer-Stücken. Auch hätte man sich ein wenig mehr differenzierte Gestaltung gewünscht. Als Vorbild auszumachen war sicherlich Giora Feidman, doch lagen dazwischen Welten. Der musikalisch stärkere der Brüder war an diesem Abend Daniel Wolf, wie sich an seinen beiden Solobeiträgen für Orgel zeigte. Gut die Toccata und Fuge E-Dur des Bach-Schülers Johann Ludwig Krebs, geradezu genial die Improvisation nach Art eines barocken Concerto.

Ein "richtiges" Orgelkonzert ist das zweite Sommerliche Orgelkonzert am kommenden Mittwoch, 3. August, um 20 Uhr. An der Eule-Orgel sitzt dann die bewährte musikalische Hausherrin Tiina Marjatta Henke, Kantorin der Friedenskirche Hamborn und Duisburgs Kreiskantorin. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Sebastian Bach (das Präludium e-Moll BWV 548 und die Triosonate C-Dur BWV 529) sowie je eine Sonate der Romantiker Carl Heinrich Carsten Reinecke und August Gottfried Ritter, letzterer geboren vor 200 Jahren".


2. Sommerliches Orgelkonzert 2011

Tiina M. Henke


Tiina Henke spielt Bach in der Kirche

WAZ vom Samstag, 30. Juli 2011

"Die Musik Bachs hat Organistin Tiina Henke schon als jugendliche Klavier- und Orgelspielerin fasziniert. In der strengen Anlage der Werke habe sie schon damals höchste Emotionalität gespürt. „Diese Verbindung fasziniert mich bis heute. Bach ist ein nie versiegender Strom, es ist immer wieder bereichernd sich mit seiner Musik zu beschäftigen!" Am Mittwoch, 3. August, 20 Uhr, spielt die Kantorin in der Hambomer Friedenskirche, Duisburger Straße 174, Bachs „Präludium e-moll BWV 548" sowie dessen „Triosonate BWV 529 C-Dur" auf der Eule-Orgel. Mit den Orgelsonaten von Carl Heinrich Carsten Reinecke, „Sonate g-moll op. 284", die in dem Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern" gipfelt, und August Gottfried Ritters „1. Sonate d-moll op. 11" interpretiert Tiina Henke zudem Orgelwerke der deutschen Romantik. Der Eintritt zu diesem Konzert kostet sechs Euro."



3. Sommerliches Orgelkonzert 2011

Thomas Richter, Berlin


Erste Liebe war die Orgel

Heute ist der Hamborner stellvertretender Chordirektor der Deutschen Oper Berlin

Rudolf Hermes, WAZ vom 09. August 2011

"Die große Oper wurde Thomas Richter nicht in die Wiege gelegt. Die Musik schon, denn sein Vater Ludwig Richter leitete von 1956 bis 1992 die Chorgemeinschaft der Hambomer Friedenskirche. Thomas Richter zog es indes zum Theater, seit 2008 ist er stellvertretender Chordirektor der Deutschen Oper Berlin. In der Familie Richter wurde natürlich viel musiziert, aber die erste musikalische Liebe war die Orgel. „Bei einem Orgelkonzert, das ich als Zehnjähriger in der Friedenskirche gehört habe, hat mich die Begeisterung für dieses Instrument gepackt."


Bereits als 13-jähriger spielte Richter als Aushilfsorganist in Walsum-Aldenrade, und mit 15 Jahren besuchte er den C-Kurs für Organisten: "Ich war damals ganz auf die Orgel fixiert, selbst zum Gesang hatte ich keinen großen Bezug." Aufgrund der Erkrankung seines Vaters übernahm Thomas Richter aber zeitweilig die Chorproben in Hamborn und leitete Anfang der 90er Jahre Aufführungen von Beethovens C-Dur Messe und Haydns „Schöpfung". Inzwischen hatte Thomas Richter ein Kirchenmusikstudium an der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule begonnen, und dort entdeckte er auch die Liebe zur Oper: „Mein Lehrer im Partiturspiel Helfried Viertel lud mich in die Generalprobe zu Wagners "Walküre" ein, und ich war erst sehr skeptisch, ob ich das sehen wollte. Doch Rheinopern-GMD Hans Wallat war ein echtes Dirigiererlebnis. "Das sage ich selbst heute noch, nach all den großen Dirigenten, die ich an der Deutschen Oper Berlin erleben konnte."


Über die geplanten Einsparungen der Stadt Duisburg bei der Rheinoper und die Diskussion über ein Ausscheiden Duisburgs aus der Theatergemeinschaft zeigt sich Thomas Richter deshalb sehr erschrocken: „Wenn es so kommen sollte, wäre Duisburg das Rückgrat der musikalischen Kultur genommen, das darf nicht sein!" Nach Abschluss seines Kirchenmusikexamens war Thomas Richter vom Opemvirus infiziert und begann an der damaligen Berliner Hochschule der Künste ein Kapellmeisterstudium. Mit dem Diplom in der Tasche wurde er 1996 direkt an die Deutsche Oper Berlin als Korrepetitor des Chores engagiert. Der Chor der Deutschen Oper Berlin gilt als eines der besten Ensembles Deutschlands. Gleich dreimal, nämlich 2008, 2009, und 2010, wurde er von der Fachzeitschrift "Opernwelt" zum Chor des Jahres gewählt.


Die 86 Damen und Herren des Chores, der von William Spaulding und Thomas Richter geleitet wird, haben ein immenses Repertoire zu bewältigen: So standen in der vergangenen Spielzeit 27 Choropern auf dem Spielplan. Mittlerweile fühlt sich Richter ganz heimisch in Berlin, lebt mit seiner Frau, einer Lehrerin, und den zwei Töchtern in Moabit und fährt jeden Tag mit dem Rad zum Opernhaus in Charlottenburg. In seiner Freizeit unternimmt er Radtouren durch Brandenburg, liest gerne Fontane oder spielt auf dem Klavier Werke von Johann Sebastian Bach: „Es muss nicht immer Oper sein."


Wenn sich Thomas Richter an Duisburg erinnert, fallt ihm hauptsächlich Musik ein: Das Duisburger Orchester, damals noch Symphoniker genannt, und die beiden GMDs Miltiadis Caridis und Alexander Lazarew nennt Richter spontan. Und natürlich die Orgel der Friedenskirche: „Das war mein Instrument!"



5. Sommerliches Orgelkonzert 2011

Klaus Müller, Dortmund


Spaß am Erklären und Musizieren

Der Organist Klaus Eldert Müller gastierte in der Friedenskirche und forderte sein Publikum gar zum Mitsingen auf

Von Rudolf Hermes, WAZ + NRZ vom 26.August 2011

"Den unkonventionellen Typen des Organisten repräsentiert Klaus Eldert Müller: Bei seinem Gastspiel im Rahmen der sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche bot er ungewöhnliche Improvisationen, forderte das Publikum sogar zum Mitsingen auf und fand den Konzertort „schön muckelig". Seit 2006 bekleidet Klaus Eldert Müller das Amt des Kantors und Organisten an der Dortmunder Reinoldikirche, im westlichen Ruhrgebiet ist er aber durch seine vorhergehende Arbeit an der Christuskirche in Oberhausen bekannt. Einige Müller Fans aus Oberhausen hatten sich auch auf den Weg nach Duisburg gemacht, wo sie einen Organisten erlebten, der mit ironischen Kommentaren durch das Programm führte.


So bezeichnete Müller Orgelkonzerte als „Weiterbildungsangebote für das Bildungsbürgertum" und ließ das Publikum den Text zu Bachs „Jesus, bleibet meine Freude" auf die Melodie der Aria „Jesu, du bist allzu schöne" singen. Logischer wäre es gewesen, wenn Müller den Originaltext dieser Kompositionen genutzt hätte. Immerhin konnte sich das Publikum so die Melodie einprägen, die in einer Partita des Barockkomponisten Georg Böhm variiert wurde. In Müllers eigenen Variationen über diese Melodie durfte das Publikum mitsingen, was sich viele Konzertbesucher nicht nehmen ließen. Als originellen Kontrast wechselte der Musiker hier stets zwischen der Melodie der Aria und Bachs fünftem Brandenburgischen Konzert...


...Der Organist, der genauso viel Spaß am Erklären wie am Musizieren hat, äußerte zu Max Regers Präludium und Fuge C-Dur, dass dieses Werk klinge wie „Bach im falschen Gewand". Folgerichtig spielte er diese Komposition im Geist der barocken Tradition. Zum Abschluss erklang die Passacaglia a-Moll op. 40 von Gerard Bunk - einem Vorgänger Müllers an der Dortmunder Reinoldikirche. Abwechslungsreich gestaltete Müller das großformatige Werk, das in herb strahlenden Akkorden endete. Als Dank für den herzlichen Beifall improvisierte Müller erneut über „Jesu, du bist allzu schöne" (...)"


6. Sommerliches Orgelkonzert 2011

Ulrike Samse, Oberhausen


Friedenskirche: Orgelreihe war guter Jahrgang

Von Ingo Hoddick, Rheinische Post vom 3. September 2011


"Seit sechzehn Jahren ist die Bilanz der sechs Sommerlichen Orgelkonzerte an der Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Duisburg Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien, immer erfreulich. Das gilt auch für den Jahrgang 2011, der jetzt mit einem reizvollen Programm von Ulrike Samse (Orgel) und Beate Samse (Sopran) zu Ende ging. Die Oberhausener Organistin, Jahrgang 1956, erwies sich als vorzügliche Musikerin, die mit der Hamborner Orgel umgehen konnte, als hätte sie schon immer darauf gespielt. Als grandiose musikalische Visitenkarte diente ihr gleich eines der monumentalsten und zugleich am leichtesten verständlichen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, nämlich Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564. Die Girlanden und Themen, auch als Pedalsolo, hatten perlende Virtuosität und dabei doch weitgehend barocke Prägnanz.


Die beliebte „Cantilene" aus der Sonate Nr. 11 op. 148 von Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) war vor zwei lahren schon einmal an dieser Stelle erklungen.
Ulrike Samse hatte das schöne Stück jetzt auf das Programm gesetzt, weil der Komponist hier jenes schreitende Bass-Motiv aufgreift, das auch Bach in seinem Adagio aus BWV 564 verwendet hatte, nur eben romantisch weiterentwickelt. Ob man es deshalb mit so schwankendem Tempo spielen sollte wie hier geschehen, sei dahingestellt. Als Abschluss gab es die populäre „Danse macabre" op. 40 von Camille Saint-Saens. Dazwischen, sogar zwischen den drei Teilen des Bach-Werkes, sang die junge Sopranistin Beate Samse geistliche Lieder und Arien. Sie bestach durch eine kleine, feine Stimme und durch klare musikalische Gestaltung....


...Bei der Deutschen Arie „Meine Seele hört im Sehen" aus HWV 207, die auch als Zugabe wiederholt wurde, und der Arie "Mein gläubiges Herze" aus Bachs
Pfingstkantate BWV 68 kam dazu ganz angemessen die Flötistin Anne Oeser."






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