Textversion

Sie sind hier:

Presse 2007 - 2015

Presse 1992 - 2006

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2010

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2011

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2012

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2013

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2014

Presse Sommerliche Orgelkonzerte 2015

Presse Sonstige Konzerte

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Haftungsausschluss

Martin Bambauer, Trier

3. Sommerliches Orgelkonzert - „very british“ - Foto: Privat






Hier finden Sie Ausschnitte aus Pressekritiken 2014 der Sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche zu Duisburg-Hamborn.

Sommerliche Orgelkonzerte 2014


Sommerliche Orgelkonzerte: erfolgreiches Jubiläum

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post August 2014

"Schon sind die 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der vor 40 Jahren erbauten Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Hamborn wieder vorbei. Der Jahrgang 2014 hatte wahrhaft Jubiläums-Qualität und war insgesamt ein großer Erfolg. Das ist nicht zuletzt Tiina Marjatta Henke zu verdanken, Kantorin an der Friedenskirche und Kreiskantorin für Duisburg. Im Juli 2003 kam sie zur Friedenskirche und übernahm die Organisation dieser kirchenmusikalischen Reihe, die das kulturelle „Sommerloch" zu schließen hilft".

"Ein kurzer Rückblick: Die Frankfurter Kantorin Bettina Strubel präsentierte in ihrem Programm „Musik für Kirche und Synagoge" unter anderem die beiden einzigen erhaltenen Werke des von den Nazis ermordeten Siegfried Würzburger. Der Mülheimer Kreiskantor Bertold Seitzer führte die Zuhörer „Mit Bach ans Meer". Der Trierer Kreiskantor Martin Brambauer, Organist der dortigen Konstantin-Basilika, empfahl sich mit seinem Konzert „very british" - einschließlich einer blitzgescheiten Improvisation über drei Publikumsthemen - für einen Auftritt an der im englischen Stil und ebenfalls von der Bautzener Firma Eule errichteten Orgel der Duisburger Mercatorhalle, wenn diese ab 2016 wieder zur Verfügung steht".

Gegen die fingerfertigen Registerwunder der ersten Hälfte fiel die zweite Hälfte des kleinen Festivals etwas ab. Der Dortmunder Reinoldikantor Klaus Eldert Müller balancierte an seinem Abend „Lobt IHN mit Sonaten" auf hohem Niveau. Und der in Duisburg lebende Dr. Hans-Joachim Heßler spielte als „Komponisten und Kompositionen des Ruhrgebiets - vom Mittelalter bis heute" immerhin beachtliche eigene Werke und Transkriptionen".


Pressekritik zum 1. SO 2014

Bettina Strübel (Frankfurt)

Foto: Privat



Unaufdringliche Virtuosität und Wärme

Die 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der vor 40 Jahren erbauten Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Hamborn haben begonnen. Zum Auftakt spielte Bettina Strubel (Frankfurt) „Musik für Kirche und Synagoge".

VON INGO HODDICK -
Rheinische Post vom 26. Juli 2014


"Die Orgel der evangelischen Friedenskirche Hamborn wurde vor 40 Jahren von der Firma Eule aus Bautzen erbaut - also von derselben Werkstatt wie 35 Jahre später die viel größere Orgel der derzeit geschlossenen Duisburger Mercatorhalle. Das Hamborher Instrument wurde der sächsischen Tradition entsprechend stark obertonreich intoniert. Vor 20 Jahren wurde das geändert in Richtung zu mehr Grundtönigkeit. Die Orgel hat zweiundzwanzig klingende Register auf zwei Manualen und Pedal- eine mittlere Größe, die aber immer wieder verblüffend farbig und vielseitig wirkt. Jetzt haben dort die 20. Sommerlichen Orgelkonzerte begonnen. Sie finden in den Sommerferien nun jeden Mittwoch statt".


"Zum Auftakt spielte die Frankfurter Kantorin Bettina Strubel ihr neues Programm „Musik für Kirche und Synagoge". Diese Organistin ist eine Studienkollegin der musikalischen Hausherrin, Duisburgs Kreiskantorin Tiina M. Henke, und war jetzt schon zum dritten Mal in der Friedenskirche in Hamborn zu erleben. Die Abfolge von düsteren, besinnlichen und festlichen Werken würde gut zu dem verregneten Tag passen, meinte Bettina Strubel vor dem Konzert; außerdem könne man an die wieder eskalierende Lage im Heiligen Land denken. Auf ihrer Liste standen natürlich auch Orgel Klassiker: von Johann Sebastian Bach als Rahmen des Abends die beiden Teile von Präludium und Fuge e-Moll BWV 548 sowie die bekannten Bearbeitungen des Pfingst-Chorals „Komm, Gott, Schöpfer, Heiliger Geist" BWV 621 und des Büß-Chorals „An Wasserflüssen Babylon" BWV 653, von Felix Mendelssohn das Präludium G-Dur aus op. 37 [...]"


"In Hamborn erklangen jetzt zwei der zu ihrer Zeit höchst erfolgreichen Fest-Präludien op. 37 von Louis Lewandowski (1821-1894), nämlich die Nr. 5 zum Fest Schawuot, etwa zeitgleich mit Pfingsten, und die Nr. 1 über das bekannte „Kol Nidre" zum Versöhnungsfest Jom Kippur. Noch gelungener und glänzender wirkten die Werke von Siegfried Würzburger (1877-1942): Passacaglia und Fuge über „Kol Nidre" und Passacaglia über „Moos-Tzur" zum Lichterfest Chanukka, etwa zeitgleich mit Weihnachten. Würzburger, Organist der Frankfurter Westend-Synagoge, wurde von den Nazis ermordet, doch sein Sohn entkam mit einem der letzten Kindertransporte nach England, so dass wenigstens diese beiden Werke erhalten blieben.

Bettina Strubel spielte das alles mit mehr Pietät als Leidenschaft, aber mit unaufdringlicher Virtuosität und Wärme. Da applaudierte das Hamborner Publikum hernach hörbar zufrieden".


Pressekritik zum 2. SO 2014

Bertold Seitzer, Mülheim/Ruhr

Foto: Privat


Mit Bach ans Meer": flammende Farbenspiele

Der Mülheimer Kreiskantor Bertold Seltzer gastierte mit großem Erfolg bei den Sommerlichen Orgelkonzerten.

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post vom 18.07.2014


"Wahrhaft sommerlich war jetzt das jüngste, zweite der 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der vor 40 Jahren erbauten Euile-Orgel der evangelischen Friedenskirche Duisburg-Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien. Der 1962 geborene Mülheimer Kreiskantor Bertold Seitzer hatte seinem reizvollen Programm einen schönen Titel gegeben: „Mit Bach ans Meer".


Den roten Faden bildeten fünf kürzere Werke von Johann Sebastian Bach. Drei davon werden dem großen Thomaskantor zumindest zugeschrieben: die Fuge G-Dur (hat noch nicht einmal eine Nummer im Bach-Werke-Verzeichnis), das nur mit den Füßen gespielte „Pedal-Exercitium" BWV 598 (ist nur in einer Abschriftdes vor 300 Jahren geborenen Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel überliefert, könnte also auch von diesem sein) und das „Kleine harmonische Labyrinth" BWV 591 (wird in allen Quellen J.S. Bach zugeschrieben, stammt stilistisch gesehen aber eher von Johann David Heinichen, der mehrere solcher Werke komponierte)".


"Authentische Meisterwerke sind dagegen die Fuge c-Moll BWV 575 und das kurze Choralvorspiel „Allein'Gott in der Höh' sei Ehr" BWV 715, in denen sich wilde Girlanden aus der strengen Struktur lösen. Dazwischen gab es sieben entspannte spanische und italienische Stücke, also viel musikalische Ferienstimmung. Bei den beiden Spaniern kam die für die alte spanische Orgelmusik charakteristische Achtfuß-Trompete gut zur Geltung, dieses Register wurde vor 20 Jahren, nachträglich in die Hamborner Orgel eingebaut. Bei den Italienern reichte die Bandbreite von Girolamo Frescobaldi, der zu seiner Zeit (1583 - 1643) sozusagen ein Popstar war, und seinem „Capriccio soprala Bassa Fiamenga" (deren Thema vor vielen Jahren die Erkennungsmusik der Fernsehsendung „ZDF-Matinee" war) bis zu dem populären, 1955 geborenen Ludovico Einaudi und seinem minimalistischen „La linea scura" („Die dunkle Linie")".


"Bertold Seitzer entlockte den nur 22 Registern der Eule-Orgel flammende Farbenspiele, sorgte somit für das zweite hervorragende Orgelkonzert der diesjährigen Reihe. Für den kräftigen Applaus bedankte sich Seitzer mit den Worten „Ich möchte die Orgel am liebsten mitnehmen" [....]"


Pressekritik zum 3. SO 2014

Martin Bambauer, Trier

3. Sommerliches Orgelkonzert - „very british“ - Foto: Privat


Kraftvolles zur Halbzeit der Hamborner Orgelkonzerte

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post vom 25.07.2014


"Das jüngste, dritte der 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der vor 40 Jahren erbauten Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Duisburg-Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien, verlangt nach einer Halbzeit-Bilanz. Nach Bettina Strubel („Musik für Kirche und Synagoge") und Bertold Seitzer („Mit Bach ans Meer") gab es nun schon das dritte in jeder Hinsicht virtuose, nämlich klug ausgewählte, mit Fingerfertigkeit und nicht zuletzt mit Registerwundern versehene Konzert.

Diesmal war ein besonders prominenter Gast in Hamborn zu erleben: Martin Bambauer, Kreiskantor in Trier und, dort Organist der Konstantin-Basilika, präsentierte sein Programm „ve'ry british" mit hierzulande weniger bekannten Perlen der englischen Orgelmusik. Die 1952 komponierte „Fanfare" von John Cook (1918-1984) wird bis heute zu vielen Anlässen gespielt, die mit dem englischen Königshaus verbunden sind. Vier Sätze aus „An English Suite", von Charles Hubert Parry (1848-1918) erklangen hier in der flüssigen Orgelfassung von Wolfgang Stockmeier. Edwin H. Lemare galt als einer der größten Organisten seiner Zeit (1865-1934) -seine ambitionierte Konzertfantasie über die noble Melodie „Hanover" op. 4 widmete er dem ebenbürtigen Kollegen Felix-Alexandre Guilmant.

Unter den vier ausgelassen fröhlichen Sätzen aus „Fiesta!" (2003) von dem 1977 geborenen Ian Farrington war einer im Hammond-Orgel-Stil und einer, in dem sich die Nachbarn hörbar über die laute Feier beschweren.
Die kraftvollen englischen Stücke brachte Martin Bambauer kongenial herüber. Außerdem improvisierte der 1970 in Wesel geborene Organist blitzgescheit über drei vom Publikum vorgeschlagene Themen: „Morning has broken", das „Air" von Johann Sebastian Bach und „We are the Champions".

Für den donnernden Applaus bedankte er sich mit einer stimmungsvollen Zugabe [...]"



Pressekritik zum 4. SO 2014

Klaus Eldert Müller, Dortmund

Foto: Privat


Orgelfreunde feiern Organisten für Sonaten-Programm
Klaus Eldert Müller in der Friedenskirche
Von Rudolf Hermes
- WAZ vom 01.08.2014

"Organist Klaus Eldert Müller von der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche scheint auch in Duisburg viele Fans zu haben. Das 4. Sommerliche Orgelkonzert in der Hamborner Friedenskirche, das unter dem Motto „Lobt ihn mit Sonaten" stand, war sehr gut besucht und fand beim Publikum viel Anklang.

In seinen gut gelaunten Moderationen geht Müller zwar nicht näher auf das Motto des Abends und den Zusammenhang zwischen den Werken ein, erläutert aber den besonderen Reiz jeder Komposition mit spürbarer Begeisterung für die Musik. Eigentlich ist die komplette 1. Orgel-Sonate von Paul Hindemith als Eröffnung geplant, doch Müller findet, das Stück sei für die sommerlichen Temperaturen zu ausladend und spielt nur den ersten Satz.

Die Hindemith-Sonate wirkt zwar manchmal etwas herb, trotzdem hört man ihr die Verwurzelung in traditionellen Melodien an, wobei die manchmal einige überraschende Umwege gehen. Hindemith vorangestellt hat Müller noch die Fuge C-Dur von Johann Sebastian Bach. Müller musiziert das Frühwerk mit frischem Schwung und bringt die klanglichen Möglichkeiten der Orgel der Friedenskirche sehr schön zur Geltung. Anlässlich des 300. Geburtstags von Carl Phillip Emanuel Bach musizierte Klaus Müller die Sonaten in g-Moll und in A-Dur, die der galanten Epoche angehören und auf die Wiener Klassik verweisen. Er verleiht dieser Musik durch extreme Register-Kontraste ein exzentrisches Gepränge, das übertrieben wirkt. So wirken die Sonaten sehr kleinteilig und zerklüftet.


Als charakteristische Miniaturen gestaltet Müller die Fünf Orgelchorälenach Melodien des Genfer Psalters von Zsolt Gärdonyi. Jedem Stück stellt er einen dreistimmigen Choralsatz des Originals voran, so dass die kompositorische Ausdeutung durch den ungarischen Komponisten schön herausgearbeitet wird. Ein gelungenes Finale ist schließlich die 3. Sonate c-Moll des französischen Orgelvirtuosen Felix-Alexandre Guilmant. In dieser spätromantischen und weit ausholenden Musik bringt Müller die Orgel noch einmal voll auf Touren. Imposant ist die große Fuge zum Finale.

Der Beifall ist so groß, dass er sich gleich seine Zugabe zurecht legt und die Orgel neu registriert: für einen langsamen Satz aus einer weiteren Orgel-Sonate von Carl Phillip Emanuel Bach".



Sommerliches Orgelkonzert von barock bis sachlich
Der Dortmunder Reinoldikantor Klaus Eldert Müller gastierte mit großem Erfolg in der Friedenskirche.
VON INGO HODDICK
- Rheinische Post von 02.08.2014


"Besonders gut besucht war jetzt das jüngste, vierte der 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der vor 40 Jahren erbauten Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien. Kein Wunder, denn zu Gast war wieder einmal der bewährte Dortmunder Reinoldikantor Klaus Eldert Müller. Im Prinzip war sein Programm „Lobt IHN mit Sonaten" fünfteilig symmetrisch aufgebaut. Den äußeren Rahmen bildeten zwei groß angelegte Sonaten, nämlich die neusachliche erste von Paul Hindemith (komponiert 1937) und die neobarock-erzromantische dritte c-Moll op. 56 (1881) von Felix-Alexandre Guilmant. Die 20-minütige Hinde-mith-Sonate erschien dem Organisten aber dann doch zu schwergewichtig für den Sommer, so dass er sich auf den ersten Satz beschränkte und ganz an den Anfang noch das frühe, spielfreudige Präludium und Fuge C-Dur BWV 531 von Johann Sebastian Bach setzte".


"Immerhin wurde so ein Bogen zu Guilmant geschlagen, auch durch die konsequente und kraftvolle Spielweise. Der innere Rahmen war dem vor 300 Jahren geborenen Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel gewidmet. Während Klaus Eldert Müller in der Sonate g-Moll Wq (= Wotquenne-Verzeichnis der Werke dieses Komponisten) 70 Nr. 6 beachtlich stilsicher wirkte, verhakte er sich in der Sonate A-Dur Wq 65 Nr. 32 in den zusätzlichen Verzierungen dieser zweiten Fassung der Sonate A-Dur Wq 70 Nr. 1. Die aus- und somit zwingend vorgeschriebene Wiederholung des zweiten Teils im Kopfsatz kürzte er gar brutal weg".


Ganz in der Mitte gab es fünf wiederum eher sachliche Orgelchoräle nach Melodien des Genfer Psalters von dem 1946 geborenen Zsolt Gärdonyi. Sinnvoll setzte der Organist davor jeweils einen schlichten dreistimmigen Satz des jeweiligen Lieds aus einem Orgelbuch der 1970er Jahre. Auch für dieses eher spröde Orgelkonzert gab es in der Friedenskirche großen Beifall. Die willkommene Zugabe war der galante F-Dur-Mittelsatz aus der Sonate a-Moll Wq 70 Nr. 4 von C.P.E. Bach.

Im nächsten Orgelkonzert an der Duisburger Straße 174 am Mittwoch, 6. August, 20 Uhr, spielt der in Duisburg lebende Hans-Joachim Heßler unter dem Titel „Komponisten und Kompositionen des Ruhrgebiets - vom Mittelalter bis heute" eigene Werke, darunter Transkriptionen nach Joseph Johann Alexander (1770-1822) und Max Reger („Träume am Kamin"). Der Eintritt kostet sechs Euro, anschließend gibt es einen Umtrunk gegen Spende, bei gutem Wetter im Kirchgarten".





Pressekritik zum 5. SO 2014

Hans-Joachim Heßler, Duisburg

Foto: Privat


Originelle Geschichten über Musik und Musiker

Musikanteil fällt bei Orgelkonzert kleiner aus

Von Rudolf Hermes
- WAZ vom 08.08.2014

"Mit einem ungewöhnlichen Konzept trat Dr. Hans-Joachim Heßler beim „Sommerlichen Orgelkonzert" in der Hamborner Friedenskirche an. Bei ihm drehte sich alles um „Komponisten und Kompositionen des Ruhrgebiets vom Mittelalter bis heute".

"Geographisch konzentriert sich Heßler auf Essen, Dortmund und Duisburg und geht dabei auch einen Weg durch die Jahrhunderte. Vom Werdener Damenstift mit seiner Gregorianik wechselt er in das wirtschaftlich erblühende Dortmund der Renaissance. Die Werke stellt er aber nicht im Original vor sondern präsentiert eigene Fantasien und Bearbeitungen. Sowohl „Da Pacem Domine" nach einer Melodie aus dem Stift als auch „Erotematum Musicae" nach einer Komposition des Dortmunders Friedrich Beurhaus sind sehr kleingliedrig gehalten, so dass keine großen Spannungsbögen entstehen können. Heßler ist in seinen Bearbeitungen sehr sprunghaft".

"Außerdem erklärt Heßler jedes Stück separat. Einiges ist da wirklich interessant, aber manchmal steuert er Informationen bei, die für die Musik nicht relevant sind. Das führt dazu, dass die eine oder andere Einführung länger ist als das Musikstück. Natürlich gibt es auch Wissenswertes, zum Beispiel dass die Melodien ,Wie schön leuchtet der Morgenstern" oder, Wachet auf, ruft uns die Stimme" vom Dortmunder Philipp Nicolai stammen. Oder dass Jacques Offenbachs Cello-Lehrer Joseph Alexander Professor an der alten Duisburger Universität war. Bei den geschmackvollen Variationen von Alexander ist man dann aber überrascht, dass das Stück bereits nach vier Minuten unvermittelt abbricht".


"Hübsch sind auch die Berichte des Duisburger Rechtsanwaltes Adolf Lentz über seinen Freund, den berühmten Komponisten Max Reger, der seinem Armeekameraden sogar die „Träume am Kamin" gewidmet hat. Heßler betont die harmonischen Wagnisse dieses verschrobenen Stückes nachdrücklich. Zum Abschluss gibt es zweimal „Heßler pur":

In seiner „Impression Nr. 1" kombiniert er Orgelklänge mit zugespieltem Großstadtlärm, und in „Ritmico" greift er orientalische Rhythmen und Melodien auf. Wie er da mit der rechten Hand auf diversen Perkussionsinstrumenten trommelt, während die linke Hand und die Füße die Orgel bedienen ist schon eindrucksvoll".


Pressekritik zum 6. SO 2014

Lea Lohmeyer, Bonn

Foto: Privat


Lea Lohmeyer spielte "heitere Klänge aus Italien"

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post August 2014

"Im jüngsten, sechsten und somit für dieses Jahr letzten Sommerlichen Orgelkonzert brachte die 1982 in Bielefeld geborene Lea LohmeyerHeitere Klänge aus Italien". Das reichte von je einem Stück aus Renaissance und Frühbarock, freilich im spätromantisch-neoklassizistischen Arrangement aus den „Antiche danze e arie" von Ottorino Respighi (1879-1936), bis zu fünf Sätzen aus der opernhaften „Messa solenne" von Vincenzo Antonio Petrali (1832-1889) beziehungsweise zu zwei spätromantischen Charakterstücken von Marco Enrico Bossi (1861-1925), darunter das relativ bekannte, geistvolle Scherzo g-Moll op. 49 Nr. 2.

Die junge Bonner Kreiskantorin musizierte das alles weitgehend stilsicher und kurzweilig, überspielte souverän auch die Untiefen. Jedenfalls fand auch dieses Sommerliche Orgelkonzert ein ebenso aufmerksames wie dankbares und erfreulich zahlreiches Publikum".






(C) Kantorei Hamborn 2001 - 2017 Alle Rechte vorbehalten