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19. Sommerliche Orgelkonzerte

Semion Kalinowsky und Professor Torsten Laux - Foto: Hans Bartoszek






Hier finden Sie Ausschnitte aus Pressekritiken 2013 der Sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche zu Duisburg-Hamborn.

Übersicht der Sommerlichen Orgelkonzerte 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Organist Jürgen Kuns - Foto: Hans Bartoszek


Orgelkonzerte - was noch gespielt wird

Die Programmübersicht zu den Orgelkonzerten in der Hamborner Friedenskirche.

Rheinische Post vom 27. Juli 2013


" (RP) Die Reihe der sommerlichen Orgelkonzerte geht bis zum 28. August. Wie berichtet, spielt der Neusser Kantor Michael Landsky am Mittwoch unter dem Titel „Ad hoc". Am 7. August nimmt sich die Mannheimer Organistin Eun-Hee Hwang Toccata F - Dur BuxWV 156" von Buxtehude an sowie „Litanies" von Jehan Alain und Werken von Franz Liszt, Georg Böhm und Johann Sebastian Bach. Im vierten sommerlichen Orgelkonzert am 14. August ringen Ludger Morck und Jürgen Kuns die Eule-Orgel in den Dialog mit einem Klavier: Die beiden spielen die Duet Suite für Klavier und Orgel von Denis Bedard, Cesar Francks „Prelude, Fugue et Variation", Werke von Charles Marie Widor und Alexandre Guilmant sowie Joel Raney.

Den fünften Konzertabend, 21. August, setzt Thorsten Pech - passend zum 200. Geburtstag des Komponisten unter den Titel „Im Angesicht Richard Wagners". Der Wuppertaler Organist spielt Transkriptionen zu Wagners Tannhäuser-Stücken „Pilgerchor", „Lied an den Abendstern" und Gebet der Elisabeth, zu dem Vorspiel aus „Lohengrin" sowie freie Improvisationen über Themen aus „Parsifal". Den Abschluss des diesjährigen Hamborner Orgelsommers bildet am 28. August das Konzert „Schalom - Kirche trifft Synagoge" von dem Lübecker Semjon Kalinowsky (Viola) und dem Düsseldorfer Organisten Prof. Torsten Laux.

Angelehnt an die reichen Traditionen der christlichen Orgelmusik' und der jüdischen Liturgie, vereint dieses Programm beliebte Repertoire-Klassiker mit wertvollen, in Vergessenheit geratenen Werken. Die seltene, aber reizvolle Konstellation Viola und Orgel verspricht ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Alle sechs Konzerte finden jeweils mittwochs um 20 Uhr statt; der Eintritt beträgt sechs Euro. Nach jedem Konzert sind Zuhörer im Kirchgarten zu einem Umtrunk eingeladen- und können mit den Musikern ins Gespräch kommen. „Das wird immer gerne genutzt", stellt Kantorin Tiina Henke fest".



Orgelkonzerte in der Friedenskirche

Noch fünf Veranstaltungen mit verschiedenen Künstlern. Eintrittspreis: sechs Euro

WAZ vom 27. Juli 2013


"Hamborn. Auch dieses Mal gilt, was in den letzten 18 Jahren immer Grundprinzip war: Die Gastorganisten, die eines der sechs sommerlichen Orgelkonzerte in der Hamborner Friedenskirche, Duisburger Str. 174, bestreiten, können spielen, was ihnen am Herzen liegt. Das betont Kirchenmusikerin Tiina Henke, die seit 2003 Kantorin an dieser Kirche ist und seitdem auch die Konzertreihe veranstaltet. Die gewünschte Vielfalt innerhalb der Reihe entsteht auch in diesem Jahr: Zum Auftakt spielte dieser Tage die Frankfurter Kantorin Bettina Strübel unter anderem Bach-Werke. Das 2. Orgelkonzert gibt der Neusser Regionalkantor Michael Landsky am 31. Juli und stellt es unter den Titel „Adhoc!": Das Improvisationskonzert soll eine „Orgelpromenade durch 500 Jahre Orgelmusikgeschichte" werden.

Am 7. August spielt die Mannheimer Organistin Eun-Hee Hwang Buxtehudes „Toccata F - Dur BuxWV 156", „Litanies" von Jehan Alain sowie Werke von Franz Liszt, Georg Böhm und Johann Sebastian Bach. Im 4. sommerlichen Orgelkonzert, am 14. August bringen Ludger Morck und Jürgen Kuns die Eule-Orgel in den Dialog mit einem Klavier: Die beiden spielen die Duet Suite für Klavier und Orgel von Denis Bedard, Cesar Francks „Prelude, Fugue et Variation", Werke von Charles Marie Widor und Alexandre Guilmant sowie Joel Raney.

Den fünften Konzertabend, - 21. August, setzt Thorsten Pech - passend zum 200. Geburtstag des Komponisten - unter den Titel „Im Angesicht Richard Wagners". Der Wuppertaler Organist spielt Transkriptionen, zu Wagners Tannhäuser-Stücken „Pilgerchor", „Lied an den Abendstern" und Gebet der Elisabeth, zu dem Vorspiel aus „Lohengrin" sowie freie Improvisationen über Themen aus „Parsifal". Den Abschluss des diesjährigen Hamborner Orgelsommers bildet am 28. August 2013 das Konzert „Schalom - Kirche trifft Synagoge" von dem Lübecker Semjon Kalinowsky (Viola) und dem Düsseldorfer Organisten Prof. Torsten Laux.

Alle Konzerte finden jeweils mittwochs um 20 Uhr statt; der Eintrittspreis beträgt sechs Euro. Weitere Infos: 0203-3 98 79 68".


Pressekritik zum 1. SO 2013

Bettina Strübel (Frankfurt)

Foto: Privat


1. Sommerliches Orgelkonzert

VON INGO HODDICK - Rheinische Post vom 26. Juli 2013

"Die 19. Saison der Sommerlichen Orgelkonzerte an der 39 Jahre jungen Eule-Orgel der evangelischen Friedenskirche Hamborn ist eröffnet. Für die erkrankte musikalische Hausherrin, Duisburgs Kreiskantorin Tiina Henke, sprang kurzfristig Bettina Strübel aus Frankfurt am Main ein.

Von 1995 bis 2011 wirkte sie als Kantorin in Leichlingen und war auch schon bei den Sommerlichen Orgelkonzerten zu Gast. Ihr besonders durchdachtes Programm hieß „3 - Trio - Trinitas" und bezog sich vielfältig auf die heilige Zahl Drei. Die Dreieinigkeit - Gottvater, Sohn und Heiliger Geist - ist ein christliches Dogma, das sich nach erbitterten Kämpfen im vierten Jahrhundert durchgesetzt hat. Die göttliche Dreiheit begegnet uns auch in anderen Religionen und Mythologien: Isis, Osiris und Horus oder Brahma, Vishnu und Shiva.

Johann Sebastian Bachs Präludium und (Tripel-)Fuge Es-Dur BWV 552 bildeten den Rahmen des Abends in der Friedenskirche, wie auch schon von Bachs „Ciavierübung Teil III". Daraus waren auch die drei Choralbearbeitungen über die Dreieinigkeit, die hier in der Mitte des siebenteilig symmetrisch angelegten Programms standen: „Kyrie, Gott, Vater in Ewigkeit" BWV 669, „Christe, aller Welt Trost" BWV 670 und „Kyrie, Gott, heiliger Geist" BWV 671. Dazwischen gab es zwei Hymnen „O Lux Beata Trinitas" von Michael Praetorius beziehungsweise Matthias Weckmann aus dem 17. Jahrhundert sowie zwei heitere Trios von dem Bach-Schüler Gottfried August Homilius, so dass drei Generationen vertreten waren.

Bettina Strubel verlieh dieser Musik unaufdringliche Stilsicherheit. Das passte perfekt auf die Eule-Orgel. Besonders erfreulich erschien, dass die Frankfurter Kantorin bei den Choralstücken auf die altehrwürdige Alternatim-Praxis zurückgriff und zwischendurch selbst die entsprechenden Choräle sang- gregorianisch oder in der deutschen Nachdichtung von Martin Luther („Der du bist drei in Einigkeit"). Erst bei der abschließenden Fuge von Bach verließ die Organistin ihre Kompetenz und Konzentration. Aber mit dem beliebten „Einzug der Königin von Saba" aus dem Oratorium „Solomon" von Georg Friedrich Händel gab es noch eine ganz gelungene Zugabe.

Das nächste, zweite Sommerliche Orgelkonzert am Mittwoch, 31. Juli, um 20 Uhr, mit Regionalkantor Michael Landsky aus Neuss ist ein Improvisationskonzert unter dem Titel „Ad hoc!" Der Eintritt kostet sechs Euro".



Pressekritik zum 2. SO 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Michael Landsky - Foto: Hans Bartoszek


Musikalischer Spaziergang durch die Jahrhunderte

Michael Landsky gestaltet Orgelkonzert

Von Rudolf Hermes - WAZ

"Eine feste Institution im Duisburger Kulturleben sind die sommerlichen Orgelkonzerte in der Hamborner Friedenskirche, die nun bereits zum 19. Mal veranstaltet werden. Am Mittwoch präsentierte der Neusser Regionalkantor Michael Landsky einen Improvisationsabend. Bei seinem „Spaziergang durch die Jahrhunderte" geht er ganz weit zurück in die Vergangenheit und beginnt mit einer Improvisation über einen gregorianischen Hymnus. Dabei versucht er auch eine Annäherung an den Orgelklang dieser Zeit.

Ganz besonders ausführlich widmet er sich dem Barock, spielt eine Reihe von Choralbearbeitungen sowie ein Präludium und Fuge in g-Moll im Stile Johann Sebastian Bachs. Die Tonart ist übrigens ein spezieller Wunsch aus dem Publikum. Die Stegreifstücke im barocken Stil bieten viel Raum für gekonnte Verzierungen und kunstvoll angelegten Stimmgeflechte. Natürlich entfaltet Landsky hier den ganzen Glanz des Instrumentes, während er für seinen Abstecher in die Klassik mit einem Flötenuhrstück gläsern-zarte Klänge wählt.

In seinen Moderationen wirkt Michael Landsky manchmal unsicher in der Frage, ob er ein Publikum von Liebhabern oder Experten vor sich hat. Mal erklärt er einfach und anschaulich, dann fragt er nach der Kenntnis des neapolitanischen Sextakkordes. Und ein bisschen zaghaft spricht er auch ins Mikrofon. Nach Beispielen für die stürmischen Akkord Wechsel der Romantik und schwebende französische Klänge der Moderne wagt sich Landsky zum Abschluss an eine Sinfonische Dichtung und erzählt auf seinem Instrument eine Episode aus dem Neuen Testament nach: Jesus schläft während einer stürmischen Überfahrt und gebietet schließlich auf Bitten seiner Jünger den Winden Einhalt. Mit tonlosen Blasebalg-Geräuschen imitiert Landsky den Wind, und mit dissonanten Klängen gestaltet er die Angst der Jünger.

„Sie haben hier ein tolles Instrument. Tragen Sie die Orgel im Herzen und vermitteln Sie diese Liebe auch anderen Menschen," verabschiedet sich Landsky".




Zweites Sommerliches Orgelkonzert improvisiert

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post vom 02. August 2013

"Die Sommerlichen Orgelkonzerte an der evangelischen Friedenskirche Hamborn sind wieder angelaufen, jeden Mittwoch in den Sommerferien (die RP berichtete). Das zweite Konzert der Reihe mit Regionalkantor Michael Landsky aus Neuss war jetzt ein Improvisationskonzert unter dem Titel „Ad hoc!" Den Tag über, zum Teil im Stau auf dem Weg nach Duisburg, hatte sich der Organist überlegt, was er denn am Abend so spielen werde. Die Kunst der Improvisation lernte er bei einem der größten Meister dieses Fachs, Wolfgang Seifen (Kevelaer/Berlin), der in der kommenden Saison auch in der Abteikirche Hamborn zu erleben sein wird. Sein Konzert jetzt In der Friedenskirche nannte Landsky im Untertitel eine „Orgelpromenade durch 500 Jahre Orgelmusikgeschichte". Es wurden letztendlich sieben Improvisationen in verschiedenen Stilen, von der Renaissance als Bearbeitung einer mittelalterlichen Melodie bis zu einer französisch-modernen Paraphrase über das gregorianische „Tu es Petrus".

Sehr schön, wie hier auf der 39 Jahre jungen Eule-Orgel die vielen verschiedenen charakteristischen Klangfarben und Setzweisen angedeutet wurden. Besonders gut gelang die vielgestaltig galante Choralbearbeitung „Nun freue dich, du Christenheit" - die Kunst der barocken Verzierung lernte Landsky gleichfalls bei einem der größten Meister dieses Fachs, Jon Laukvik (Stuttgart). Gut getroffen auch die schwerfällige Akkordwelt der deutschen Romantik, sie erinnerte hier fast an eine Dampfmaschine.

Als achte und abschließende Improvisation meditierte der Organist über jene Stelle im Markus-Evangelium, wo Jesus Wind und Wellen Einhalt gebot. Die mechanische Orgel in Hamborn ermöglichte da entsprechende Effekte.

Im nächsten, dritten Sommerlichen Orgelkonzert am Mittwoch, 7. August, um 20 Uhr, spielt Eun-Hee Hwang (Mannheim, von August 2012 bis Januar 2013 Duisburg-Beeck) ein klangprächtiges Programm unter dem Titel „Litanie". Das sind fünf beliebte Werke von Dietrich Buxtehude (Toccata F-Dur BuxWV 156), Jehan Alain („Utanies") , Franz Liszt („Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen"), Georg Böhm (Choralbearbeitung „Vater unser im Himmelreich") und Johann Sebastian Bach (Präludium und Fuge h-Moll BWV 544). Der Eintritt kostet sechs Euro, anschließend gibt es einen Umtrunk gegen Spende".



Pressekritik zum 3. SO 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Organistin Eun-Hee Hwang - Foto: Hans Bartoszek


Kathedralklänge in der Friedenskirche

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post


"Die 19. Sommerlichen Orgelkonzer- wie jedes Jahr jeden Mittwoch in en Sommerferien in der evangelischen Friedenskirche Hamborn (die RP berichtete), haben zur Halbzeit ihre erste Sensation. Am dritten der sechs Abende begeisterte die junge koreanische Organistin Eun-Hee Hwang mit einem klangprächtigen Programm.

Eun-Hee Hwang kam jetzt aus Mannheim zu uns - vielen in unserer Stadt ist sie aber noch bekannt aus der noch nicht lange zurückliegenden Zeit (August 2012 bis Januar 2013), als sie an der evangelischen Kirche Duisburg-Beeck als Kirchenmusikerin wirkte. Ihr Konzert jetzt enthielt überwiegend Werke, die meist eher an viel größeren Orgeln in viel größeren Räumen zu erleben sind. Die 39 Jahre junge Eule-Orgel
wurde gewissermaßen bis zum Anschlag ausgefahren, bis an die Grenze dessen, was man aus einer mechanischen Orgel mit 22 klingenden Registern herausholen kann. Fast überflüssig zu betonen, dass das Hamborner Instrument dabei wieder einmal seine enorme Vielseitigkeit bewies.

Zum Ereignis wurde dieses Sommerliche Orgelkonzert auch dadurch, wie stilsicher Eun-Hee Hwang ihr Programm vortrug. Unter dem Titel „Litanie" waren das fünf relativ bekannte Werke, die eine schlüssige Abfolge ergaben: die rauschende Toccata F-Dur BuxWV 156 von Dietrich Buxtehude; natürlich „Litanies", das mit Abstand meistgespielte Stück von Jehan Alain; „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen", in dem Franz Liszt seiner Verzweiflung über den Tod seiner kleinen Tochter Blandine freien Lauf als Bach-Variationen lässt, um in den Choral „Was Gott thut, das ist wohlgethan" zu münden; die stark verzierte Choralbearbeitung „Vater un-
ser im Himmelreich" von Georg Böhm, der in Lüneburg Lehrer von Johann Sebastian Bach war; schließlich der erratische Block von Bachs Präludium und Fuge h-Moll BWV 544. Die Zugabe war nur ein ganz kurzer Dankchoral.

Spannend wird auch das nächste, vierte Sommerliche Orgelkonzert am Mittwoch, 14. August, um 20 Uhr. Die beiden Rheinhausener Kirchenmusiker Ludger Morck (Klavier) und Jürgen Kuns (Orgel) zeigen dann „Orgel im Dialog mit Klavier". Auf dem Programm stehen Werke von Denis Bedard („Duet Suite"), Cesar Franck („Prelude, Fugue et Variation" für Orgel solo), Charles-Marie Widor (drei Duos), Alexandre Guilmant („Priere en Fa" für Orgel solo) und Joel Raney („Kum Ba Yah Suite"). Der Eintritt kostet sechs Euro, anschließend gibt es einen Umtrunk gegen Spende".


Pressekritik zum 4. SO 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Pianist Ludger Morck - Foto: Hans Bartoszek


Orgel und Klavier gehen doch gut zusammen

Konzert in der Friedenskirche reißt Besucher mit

Von Rudolf Hermes - WAZ

"Bei den Sommerlichen Orgelkonzerten in der Hamborner Friedenskirche gibt es in jedem Jahr einen Abend, an dem die Orgel mit einem anderen Instrument erklingt; diesmal war es das Klavier. Organist Jürgen Kuns und Pianist Ludger Morck gestalteten einen bemerkenswerten musikalischen Dialog.

Bei den ersten Tönen von Denis Bedards „Duet Suite", in denen beide Instrumente gegenüber gestellt werden, scheinen die hart angeschlagenen Klaviertöne und die voluminös ausschwingende Kirchenorgel zwei Welten zu entstammen, die nicht zu vereinbaren sind. Doch schon im ersten Zusammenspiel rundet sich der Klang. Die Orgel macht schnell klar, dass sie die Gastgeberin ist und die Führungsposition beansprucht, und das Klavier begibt sich willig in die dienende Rolle.

In pompösen Stücken wie Widors Hochzeitsmarsch verstärkt das Klavier die Orgel. In mehrstimmigen Sätzen bringt es ganz neue Farben in die Pfeifenklänge. Da wirkt das Klavier wie ein neues Orgelregister, das mal funkelt, mal flötet und mal figuriert, so in C6sar Francks „Prelude, Fugue et Variations". Damit die Kommunikation zwischen dem Organisten auf der Empore und dem ebenerdig spielenden Pianistin funktioniert, ist einiges an technischem Aufwand betrieben worden. Pianist Ludger Morck kann über einen Bildschirm Jürgen Kuns an der Orgel verfolgen. Der wiederum hört das Klavierspiel über Lautsprecher verstärkt.

Bei der Auswahl der Stücke schöpfen Kuns und Morck aus zwei Quellen: Der französischen Salonmusik des 19. Jahrhunderts, wo Harmonium und Flügel aufeinander treffen, und der Sakralmusik der USA, weil in den dortigen Kirchen meist eine Orgel und ein Flügel stehen. So ist denn auch die abwechslungsreiche „Kum Bah Yah Suite" von Joel Raney sehr stark von Gospel und Soul inspiriert. Das Konzert kam sehr gut an. Gibt es in der Friedenskirche sonst erst am Ende Beifall, so lassen sich die Zuhörer nun von vielen Stücken mitreißen".



Friedenskirche: Orgel im Dialog mit Klavier

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post vom 17. August 2013


"Sowohl in vielen französischen Salons als auch in vielen nordamerikanischen Kirchen stehen sowohl eine Orgel (oder ein Harmonium) als auch ein Klavier. Diesen beiden Quellen ging jetzt das jüngste, vierte Sommerliche Orgelkonzert „Orgel im Dialog mit Klavier" in der Friedenskirche Hamborn nach.

Ludger Morck (Klavier) und Jürgen Kuns (Orgel) trugen damit erstmals diese hierzulande noch nicht ganz so bekannte Besetzung zu der beliebten Konzertreihe bei, die in diesem Jahr zum 19. Mal stattfindet, wie immer jeden Mittwoch in den Sommerferien (die RP berichtete). Da man den Stutzflügel im Altarraum von der Eule-Orgel auf der Empore nicht gut hören konnte, sorgten die beiden bewährten Rheinhausener Kirchenmusiker mit Hilfe von Videokameras und Mikrofonen für das gute Zusammenspiel.

Das fünfteilig symmetrische Programm war voller Entdeckungen. Auf eine gefällige „Duet Suite" von dem 1950 geborenen Frankokanadier Denis Bedard folgte das populäre „Prelude, Fugue et Variation" von Cesar Franck (1822-1890) - freilich nicht in der gängigen Fassung für Orgel solo op. 19, sondern in der Urfassung für Harmonium (hier natürlich Orgel) und Klavier. Interessant auch drei Duos von Charles-Marie Widor (1844-1937): „Humo-resque" (geistvoll), „Marche Nuptiale" (ein etwas trivialer und langatmiger Hochzeitsmarsch) und „Variations" (wieder witzig). Auch das „Priere en Fa" von Alexandre Guilmant (1837-1911) erklang hier nicht wie üblich mit Orgel solo (op, 16 Nr. 2), sondern mit Orgel und Klavier.

Abschließend erwies sich die „Kum Ba Yah Suite" von dem 1956 geborenen Joel Raney als Charaktervariationen über ein bekanntes Spiritual. Jürgen Kuns und Ludger Morck spielten das alles sehr klar und klangvoll. Man hörte ihnen einfach gerne zu, auch dort, wo die Substanz der Musik ein wenig nachließ.

Im nächsten, fünften Sommerlichen Orgelkonzert am Mittwoch, 21. August, um 20 Uhr, steht der Wuppertaler Kantor Thorsten Pech „Im Angesicht Richard Wagners". Anlass ist der 200. Geburtstag des Komponisten. Der Eintritt kostet sechs Euro, anschließend gibt es wie immer einen Umtrunk gegen Spende".




Pressekritik zum 5. SO 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Torsten Pech - Foto: Hans Bartoszek


Kirchenkonzert: Im Angesicht Wagners...

VON INGO HODDICK
- Rheinische Post vom 24. August 2013


"Auch die 19. Sommerlichen Orgelkonzerte in der evangelischen Friedenskirche in Hamborn, jeden Mittwoch in den Sommerferien (die RP berichtete), kamen nicht am Wagner-Jahr zum 200. Geburtstag des Komponisten vorbei.

„Im Angesicht Richard Wagners" hieß jetzt das fünfte Konzert der Reihe mit dem Wuppertaler Kantor Thorsten Pech. Der Meister selbst hat ja keine Orgelwerke geschrieben, dennoch kam ein randvolles und überwiegend interessantes Programm zustande. Es reichte von der kompakten Konzerteinleitung zu Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg" von Sigfrid Karg-Elert bis zu einer edlen Freien Improvisation über Themen aus Wagners "Parsifal" von dem 1960 geborenen Organisten. Der Abstand zum Angesicht Richard Wagners reichte dabei von reinen Orgeltranskriptionen wie dem Pilgerchor aus Wagners Tannhäuser von Franz Liszt bis zu einem Stück (dem mit „Phantasie" überschriebenen Kopfsatz aus der Sonate Nr. 18 A-Dur op. 188) von dem klassizistischen Wagner-Gegner Joseph Gabriel Rheinberger, der freilich in seiner Jugend Mitarbeiter Wagners an der Münchner Oper war.

Das Gebet Rienzis aus Wagners „Rienzi" in der eleganten Orgeltranksription von Karg-Elert hatte Thorsten Pech für seinen Duisburger Auftritt ausgewählt, weil es der in Duisburg geborene Tenor Rudolf Schock oft gesungen hatte. Eine schöne Verbeugung vor Duisburgs großem Sänger. Wieder einmal beeindruckte, was man alles aus einer mechanischen Orgel mit nur 22 klingenden Registern holen kann- die Eule-Orgel der Friedenskirche ist auch nach 39 Jahren immer noch für Überraschungen gut. Schade nur, dass die drei schwächeren Orgeltranskriptionen von Edwin Lemare (Gebet der Elisabeth und Lied an den Abendstern aus „Tannhäuser", Vorspiel aus Wagners „Lohengrin") hier ziemlich zähflüssig wirkten. Das wurde am Ende aber ausglichen durch die äußerst zielsichere Zugabe, den Matrosenchor aus Wagners „Der fliegende Holländer (...)"



Pressekritik zum 6. SO 2013

19. Sommerliche Orgelkonzerte

Semion Kalinowsky und Professor Torsten Laux - Foto: Hans Bartoszek


Konzert „Schalom": Friedenskirche traf Synagoge

Rheinische Post
vom 31. August 2013


"(hod) Mit dem sechsten Abend „Schalom - Kirche trifft Synagoge" gingen jetzt die 19. Sommerlichen Orgelkonzerte in der evangelischen Friedenskirche Hamborn - jeden Mittwoch in den Sommerferien - zu Ende. Höhepunkte waren die klaren Kathedralklänge im dritten Konzert „Litanie" mit Eun-Hee Hwang am 7. August und das spannende Experiment „Orgel im Dialog mit Klavier" mit Ludger Morck und Jürgen Kuns im vierten Konzert am 14. August (die RP berichtete).

Im letzten Konzert, diesmal in Kooperation mit der „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Duisburg-Mülheim-Oberhausen e.V.", wurde es noch einmal aufregend, denn angetreten waren der in der Ukraine geborene und in Lübeck lebende Bratschist Semion Kalinowsky und der prominente Düsseldorfer Professor Torsten Laux, wobei letzterer auch schon mal von der Eule-Orgel an den Schimmel-Flügel wechselte. Da gab es Repertoirewerke wie „Kol Nidrci" (also das Gebet zum Vorabend des jüdischen Versöhnungsfestes Yom Kippur) op 47 von Max Bruch und Entdeckungen wie „Elohenu (Hebräischer Gesang)" von Friedrich Gernsheim (1839-1916) aus Laux' Heimatstadt Worms, beide original für Violoncello und Orchester und hier mit Viola und Klavier.

Es waren aber auch reine Orgelwerke dabei wie das Fest-Präludium Nr. 1 von Louis Lewandowski, denn in vielen deutschen Synagogen des 19. Jahrhunderts gab es sogar Orgeln, wo sonst die mehrstimmige und instrumentale Musik verpönt ist. In der Orgelsonate A-Dur op. 65 Nr. 3 von Felix Mendelssohn wurde der Choral "Aus der Tiefe schrei ich zu dir" im Pedal eindrucksvoll hervorgehoben durch eine Posaune 16'. Als Meisterwerk wirkte vor allem das „Prayer" (No. 1) aus „From Jewish Life" von Ernest Bloch, hiermit Viola und Orgel.

Erfreulich erschien auch das abschließende, von dem 1965 geborenen Torsten Laux eigens für dieses Programm geschriebene und sehr gemäßigt moderne „Schalom" für Viola und Orgel. Und als Zugabe noch eine von ihm komponierte Improvisation für Viola und Klavier, inspiriert durch das „Vater unser".

2014 folgen die 20. Sommerlichen Orgelkonzerte an der dann 40 Jahre jungen Eule-Orgel. Da darf man gespannt sein auf das sicherlich besonders interessante Jubiläums-Programm".







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